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Sommerliche Gemüse-Galette: Rezept

Sommerliche Gemüse-Galette mit knuspriger Butterkruste, Ricotta, Mais, Zucchini und Kirschtomaten. Ein einfaches, vegetarisches Hauptgericht für laue Abende.

Gourmate Team·16. Juli 2026·7 Min. Lesezeit
Sommerliche Gemüse-Galette: Rezept

Der beste Trick fürs Essen mit Gästen ist keine Technik, sondern eine Form. Eine Galette ist eine Tarte, die es aufgegeben hat, ordentlich zu sein: Du rollst eine Runde Teig aus, häufst die Füllung in die Mitte und schlägst den Rand in groben Falten darüber. Keine Tarteform, kein Blindbacken, kein perfektes Gitter. Diese sommerliche Gemüse-Galette macht aus zwei Zucchini, zwei Maiskolben und einer Handvoll Kirschtomaten ein goldenes, knuspriges Herzstück, das nach viel mehr Aufwand aussieht, als es war.

Sie reicht als Hauptgericht für vier Personen und braucht insgesamt etwa eineinhalb Stunden, den größten Teil davon ruht der Teig im Kühlschrank, während du das Gemüse vorbereitest.

Zutaten für eine sommerliche Gemüse-Galette auf einer Holzarbeitsplatte: Zucchini, Mais, Kirschtomaten, Ricotta, Parmesan, Zitrone, Basilikum, kalte Butterwürfel und Mehl

Warum Galettes anfängerfreundlich sind

Galette heißt einfach nur flache, frei geformte Tarte: Teig, von Hand um eine Füllung gelegt, ohne Form zum Auskleiden und ohne Gitter zum Flechten. Weil sie handgemacht aussehen soll, verlieren die üblichen Sorgen rund um Mürbeteig ihren Schrecken. Ungleiche Falten, etwas Füllung, die hervorlugt, ein Rand, der an einer Seite dicker ist: All das wirkt rustikal, nicht misslungen.

Das macht sie zu etwas Dankbarem, wenn du im Umgang mit Teig noch unsicher bist oder keine Lust hast, eine Tarteform zu hüten. Für den geringen Aufwand bekommst du eine tiefgoldene Kruste, aus der das Sommergemüse quillt.

Die drei Handgriffe für einen knusprigen Boden

Die Füllung ist von Natur aus feucht: Ricotta, Zucchini und Tomaten bringen alle Wasser mit, und eine Galette hat keine Form, die es hält. Der Boden kann also trotzdem durchweichen, und drei Gewohnheiten erledigen den größten Teil der Arbeit, damit er knusprig bleibt.

Halte die Butter kalt. Friere die gewürfelte Butter zehn Minuten an, bevor du sie ins Mehl einarbeitest, und hör auf, solange noch erbsengroße Stücke da sind. Wenn diese kalten Butterstücke schmelzen, geben sie Dampf ab und trennen den Teig in blättrige Schichten; warme, vollständig eingearbeitete Butter ergibt dagegen eine dichtere Kruste.

Salze die Zucchini. Zucchini besteht fast nur aus Wasser, und das muss irgendwohin. Schneide sie in dünne Scheiben, vermenge sie mit etwa einem halben Teelöffel Salz und lass sie zehn Minuten ziehen, damit das Salz die Feuchtigkeit herauszieht. Drücke die Scheiben zwischen Küchenpapier trocken, bevor sie auf die Tarte kommen. Lässt du das weg, dampft der Boden von unten durch.

Backe sie heiß. Ein Ofen mit 220 °C Ober-/Unterhitze, bei Umluft 200 °C, lässt die Kruste schnell fest werden, sodass der Teig Farbe bekommt, bevor er blass und schwer wird. Gib dem Ofen Zeit, richtig auf Temperatur zu kommen, bevor die Galette hineinkommt.

Das Rezept für die sommerliche Gemüse-Galette

Rustikale Sommergemüse-Galette

Rustikale Sommergemüse-Galette

French1 h 15 min

Eine goldene, flakey, frei geformte Galette, geschichtet mit einer herzhaften Ricotta-Parmesan-Basis, süßem Mais, salzig ausgepresster Zucchini und gerösteten Kirschtomaten. Mit frischem Basilikum vollendet, ist es ein einfaches, aber beeindruckendes vegetarisches Hauptgericht für warme Abendessen.

Rustikale Sommergemüse-Galette

Für 4 Personen. Etwa 30 Minuten aktive Arbeit, dazu 30 Minuten Kühlzeit für den Teig und rund 25 Minuten Backzeit.

Für den Teig brauchst du 250 g Mehl, 1 TL feines Meersalz, 115 g sehr kalte, gewürfelte Butter, 60 bis 80 ml Eiswasser und 1 Ei zum Bestreichen. Für die Basis verrührst du 250 g Ricotta (Vollmilch), 40 g fein geriebenen Parmesan, den Abrieb einer kleinen Zitrone und einen halben Teelöffel schwarzen Pfeffer. Darauf kommen 2 mittelgroße Zucchini (etwa 350 g) plus ein halber Teelöffel Salz, um ihr Wasser zu ziehen, 200 g Maiskörner (etwa zwei Kolben oder aufgetauter Mais), 200 g halbierte Kirschtomaten, eine fein gehackte Knoblauchzehe, 2 EL Olivenöl und eine kleine Handvoll gezupftes Basilikum zum Schluss, dazu grobes Salz.

Beginne mit dem Teig. Vermenge Mehl und feines Salz, arbeite dann die kalte Butter mit einer Küchenmaschine, einem Teigmischer oder den Fingerspitzen ein, bis grobe Krümel mit erbsengroßen Stücken entstehen. Gib das Eiswasser löffelweise dazu, bis der Teig zusammenhält, wenn du ihn zusammendrückst; er darf krümelig aussehen, nicht glatt, und auf keinen Fall klebrig sein. Forme ihn zu einer Scheibe, wickle ihn ein und kühle ihn 30 Minuten.

Während er ruht, vermengst du die Zucchinischeiben mit dem halben Teelöffel Salz und lässt sie zehn Minuten abtropfen, dann drückst du sie zwischen Küchenpapier trocken. Erhitze das Olivenöl, lass den Knoblauch ein paar Sekunden weich werden, gib den Mais dazu und brate ihn zwei bis drei Minuten, nur um das Rohe zu nehmen; lass ihn danach abkühlen, damit er später den Teig nicht anweicht. Wirkt dein Ricotta wässrig, lass ihn ein paar Minuten in einem Sieb abtropfen, dann verrühre ihn mit Parmesan, Zitronenabrieb und Pfeffer.

Rolle den gekühlten Teig auf einem Bogen Backpapier zu einem groben Kreis von 30 bis 34 cm aus; ein etwas größerer Kreis hält die Füllung in einer flachen Schicht. Streiche die Ricotta-Basis gleichmäßig darauf und lass einen Rand von 4 bis 5 cm frei. Lege die Zucchini in einem überlappenden Ring aus, streue den Mais darüber und setze die halbierten Tomaten mit der Schnittfläche nach oben darauf, damit sie nicht in den Boden auslaufen. Passt das Gemüse nicht in eine flache Schicht, lass lieber etwas übrig, statt es hoch aufzutürmen. Schlage den Rand in lockeren Falten über die Füllung, bestreiche den Teig mit verquirltem Ei und streue grobes Salz über das Gemüse. Backe die Galette bei 220 °C (Umluft 200 °C) 22 bis 28 Minuten, bis die Kruste tiefgolden ist und der Saft Blasen wirft. Streue das gezupfte Basilikum darüber, lass sie fünf bis zehn Minuten ruhen, damit der Boden fest wird, und schneide sie dann an.

Vorbereiten und dazu servieren

Ein Stück der gebackenen Galette auf einem Keramikteller mit der blättrigen Kruste und der Ricotta-Basis mit Zucchini, Mais und Tomaten

Der Teig ist der Teil, den du vorbereiten kannst. Gut eingewickelt hält er sich bis zu 48 Stunden im Kühlschrank oder einen Monat im Gefrierfach, du kannst ihn also am Sonntag machen und die Galette am Mittwoch backen. Tau eine gefrorene Scheibe über Nacht im Kühlschrank auf und lass eine lange gekühlte Scheibe vor dem Ausrollen zehn bis fünfzehn Minuten bei Zimmertemperatur stehen, damit sie nicht reißt.

Ich mag diese Galette lieber warm als direkt aus dem Ofen. Bekommt sie zehn Minuten zum Setzen, wird der Ricotta fest und die Stücke behalten ihre Form, statt auseinanderzurutschen. Ein kräftiger grüner Salat und ein Glas kühler Weißwein sind alles, was sie dazu braucht. Wegen des Ricottas solltest du Reste innerhalb von etwa zwei Stunden kühl stellen; sie halten sich rund drei Tage und werden am besten im Ofen wieder aufgewärmt, und kalt ist die Galette ein richtig gutes Mittagessen am nächsten Tag. Wenn du sie eher in eine Woche einplanst als auf eine Feier, zeigt unser Leitfaden zum gesunden Wochenplan, wo ein gemüsebetontes Hauptgericht wie dieses hinpasst.

Allergene und einfache Alternativen

Diese Galette enthält Gluten, Milch und Ei. Das Ei dient nur zum Bestreichen für die Farbe, du kannst den Teig also stattdessen mit etwas Milch oder Olivenöl bestreichen und verlierst nichts Wichtiges. Die Milchprodukte sind schwerer zu ersetzen, denn Ricotta und Parmesan sind die herzhafte Basis, nicht nur Deko. Eine glutenfreie Mehlmischung kann im Teig funktionieren, aber die Ergebnisse schwanken: Manche Mischungen brauchen Xanthan, manche nehmen mehr Wasser auf, und der Teig wird meist mürber und weniger blättrig, rechne also mit etwas Anpassung.

Solche Alternativen sind bei einer Vorliebe kein Problem. Kochst du für eine ernsthafte Allergie, geh sorgfältiger damit um: Lies bei jeder Packung die Zutatenliste, denn Käse und Mehlmischungen sind unterschiedlich, und verlass dich nicht allein auf einen Ersatz, um ein Gericht für jemanden mit diagnostizierter Allergie sicher zu machen. Im Zweifel: nachfragen.

Laut Rezept kommt eine Portion auf rund 600 Kalorien und etwa 18 Gramm Eiweiß, wobei sich die genauen Werte mit dem verwendeten Käse und Mehl verschieben. So oder so ist das ein echtes Hauptgericht und keine Beilage. Sie für eine größere Runde hochzurechnen ist unkompliziert, und wenn die Zahlen krumm werden, hilft Rezepte umrechnen bei den Teilen, die sich nicht einfach verdoppeln lassen.

Du brauchst keinen besonderen Anlass für eine Galette. Sommermais und Tomaten in Bestform sind Grund genug, und die Form übernimmt das Angeben für dich.


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Contents

  • Warum Galettes anfängerfreundlich sind
  • Die drei Handgriffe für einen knusprigen Boden
  • Das Rezept für die sommerliche Gemüse-Galette
  • Vorbereiten und dazu servieren
  • Allergene und einfache Alternativen
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