Kiisseli
Kiisseli ist ein glänzendes, leicht gebundenes Beerendessert, das zwischen Suppe und Pudding liegt. Diese warme Version ist leuchtend, süß-säuerlich und vanillig duftend, mit zarten Beeren in seidiger Sauce und einem kühlen Kontrast aus Hafermilch.
Ingredients
Beerengrundlage
- 300 ggemischte gefrorene Beeren
- 450 mlWasser
- 45 gZucker
- 2 mlVanilleextrakt
Stärkemischung
- 20 gKartoffelstärke
- 50 mlkaltes Wasser
Zum Servieren
- 120 mlungesüßte Hafermilch
Instructions
- 1
Die gemischten gefrorenen Beeren mit Wasser und Zucker in einen kleinen Topf geben. Bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren langsam zum Kochen bringen, bis die Beeren auftauen, ihren Saft abgeben und sich der Zucker gelöst hat, etwa 5 Minuten. Einige Beeren mit einem Löffel leicht zerdrücken, damit die Konsistenz voller wird, aber viele ganz lassen.
- 2
Den Vanilleextrakt einrühren. In einer kleinen Tasse die Kartoffelstärke mit dem kalten Wasser glatt rühren; die Mischung muss völlig klümpchenfrei sein, da Kartoffelstärke sofort bindet.
- 3
Die Hitze reduzieren, sodass die Beerenmischung nicht mehr sprudelnd kocht. Die Stärkemischung nochmals umrühren, dann unter ständigem Rühren in dünnem Strahl einlaufen lassen. 30 bis 60 Sekunden sanft garen, bis der Kiisseli glänzt und so dick ist, dass er den Löffel überzieht. Nach Zugabe der Kartoffelstärke nicht kräftig weiterkochen, sonst kann die Konsistenz wieder dünner werden.
- 4
Den warmen Kiisseli auf 2 Schalen verteilen. 1 Minute stehen lassen, damit er sich leicht setzt, dann warm mit ungesüßter Hafermilch servieren, die um oder über den Kiisseli gegossen wird.
Nutrition per serving
Notes
- •Für ein glatteres Dessert die gekochten Beeren vor dem Andicken durch ein Sieb streichen und die Flüssigkeit dann wieder in den Topf geben.
- •Bei sehr süßen Beeren den Zucker auf 30 g reduzieren; bei säuerlichen Johannisbeeren oder Preiselbeeren auf 55-60 g erhöhen.
- •Kartoffelstärke sorgt für die traditionellste seidige Textur; Speisestärke funktioniert ebenfalls, das Ergebnis wird jedoch weniger klar und etwas schwerer.
- •Kiisseli schmeckt auch gekühlt gut, doch diese Version ist zum warmen Servieren gedacht.
Background
Kiisseli ist ein altes osteuropäisches Frucht- oder Beerenpuddinggericht mit Wurzeln in der russischen Küche, in der mit Stärke gebundene Süßspeisen seit Langem zur Hausmannskost gehören. Varianten verbreiteten sich im Baltikum und in den nordischen Ländern und passten sich dort an lokale Beeren und Servierweisen an. Warm servierter Beeren-Kiisseli mit Milch ist besonders in nördlichen Haushalten als einfaches Wohlfühldessert vertraut.
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