Miso-Chashu-Ramen
Dieses Ramen vereint eine tief umami-reiche Misobrühe mit zart geschmortem Chashu-Schweinebauch, elastischen Nudeln und weich-cremigen Eiern. Nori, Menma, Sesam und frische Frühlingszwiebeln sorgen für die klassischen Schichten aus Aroma, Textur und Kontrast, die eine gute Schale unwiderstehlich machen.
Ingredients
Chashu und Schmorsud
- 400 gSchweinebauch, ohne Schwarte, gerollt und gebunden
- 10 mlneutrales Öl
- 700 mlWasser
- 80 mlSojasauce
- 40 mlMirin
- 40 mlSake
- 20 ghellbrauner Zucker
- 20 gfrischer Ingwer, in Scheiben
- 3Knoblauchzehen, zerdrückt
- 2Frühlingszwiebelgrün
Brühe
- 900 mlHühnerfond
- 50 gweiße Misopaste
- 20 mlSojasauce
- 10 gfrischer Ingwer, in Scheiben
- 2Knoblauchzehen, angedrückt
Eier und Nudeln
- 2große Eier
- 260 gfrische Ramen-Nudeln
Zum Anrichten
- 80 gBambussprossen (Menma), abgetropft
- 2Nori-Blätter
- 2Frühlingszwiebeln, fein geschnitten
- 10 mlgeröstetes Sesamöl
- 6 ggeröstete Sesamsamen
Instructions
- 1
Einen kleinen Topf mit Wasser für die Eier zum sanften Kochen bringen. Gleichzeitig den Schweinebauch trocken tupfen, damit er brät statt zu dämpfen, und für das Chashu den Ingwer in Scheiben schneiden und den Knoblauch zerdrücken.
- 2
Die Eier ins kochende Wasser gleiten lassen und 6 1/2 Minuten garen, damit das Eigelb noch weich und cremig bleibt. Sofort in kaltes Wasser geben und abkühlen lassen, während du mit dem Schweinebauch beginnst.
- 3
Einen schweren Topf bei mittlerer bis hoher Hitze mit dem neutralen Öl erhitzen. Den Schweinebauch von allen Seiten kräftig anbraten, bis er gut gebräunt ist, 6-8 Minuten; die starke Bräunung vertieft später den Geschmack von Brühe und Chashu.
- 4
Wasser, Sojasauce, Mirin, Sake, hellbraunen Zucker, Ingwer, Knoblauch und Frühlingszwiebelgrün zugeben. Gerade zum Kochen bringen, dann auf lebhaftes Simmern reduzieren, den Deckel leicht schräg auflegen und den Schweinebauch etwa 35 Minuten schmoren, dabei ein- bis zweimal wenden, bis er sich leicht mit einem Spieß durchstechen lässt.
- 5
Während der Schweinebauch schmort, die abgekühlten Eier vorsichtig unter Wasser schälen, damit nichts einreißt. In einem separaten Topf Hühnerfond, weiße Misopaste, Sojasauce, Ingwer und angedrückten Knoblauch verrühren. 12-15 Minuten sanft erhitzen, ohne stark zu kochen; die Misopaste glatt verquirlen, damit die Brühe rund und nicht körnig bleibt.
- 6
Wenn der Schweinebauch gar ist, herausheben und 5 Minuten ruhen lassen, damit sich die Scheiben sauber schneiden lassen. 150 ml vom Schmorsud in die Brühe geben, um sie voller und würziger zu machen, dann abschmecken und nur bei Bedarf nachjustieren; Misopaste und Sojasauce unterscheiden sich in ihrer Salzigkeit.
- 7
Einen Topf Wasser sprudelnd aufkochen und die frischen Ramen-Nudeln darin kochen, bis sie schön elastisch sind, meist 2-3 Minuten. Früh umrühren, damit nichts zusammenklebt, dann gut abtropfen lassen, damit die Brühe nicht verwässert.
- 8
Den ruhenden Schweinebauch in dicke Scheiben schneiden. Die Eier halbieren. Die Bambussprossen nach Wunsch kurz in einem Löffel heißer Brühe erwärmen und die Nori-Blätter zum leichteren Servieren halbieren.
- 9
Die Nudeln auf 2 tiefe Schalen verteilen. Mit der heißen Misobrühe aufgießen und jede Schale mit Chashu-Scheiben, Eihälften, Bambussprossen, Frühlingszwiebeln, Nori, ein paar Tropfen geröstetem Sesamöl und gerösteten Sesamsamen garnieren. Sofort servieren, solange die Nudeln noch schön bissfest sind.
Nutrition per serving
Notes
- •Für eine echte 60-Minuten-Version ist ein kleineres, gerolltes Stück Schweinebauch entscheidend; ein großer traditioneller Chashu-Braten würde deutlich länger brauchen.
- •Wenn du mehr Tiefe möchtest, den Schweinebauch einen Tag im Voraus schmoren und in der Garflüssigkeit kalt stellen; so lässt er sich noch sauberer schneiden.
- •Frische Ramen-Nudeln liefern die beste Textur, aber getrocknete alkalische Ramen-Nudeln sind eine gute Alternative; nach Packungsangabe kochen und gründlich abtropfen lassen.
- •Wenn die Brühe nach Zugabe des Schmorsuds zu kräftig schmeckt, lieber mit etwas heißem Wasser als mit mehr Fond verdünnen, damit der Misogeschmack im Vordergrund bleibt.
Background
Ramen entwickelte sich in Japan aus chinesischen Weizennudelsuppen und hat sich zu vielen regionalen Stilen weiterentwickelt. Chashu, angelehnt an das chinesische Char Siu, wurde zu einem klassischen Ramen-Topping, während Miso-Ramen im 20. Jahrhundert in Hokkaido mit ihrem reichen, wärmenden Charakter an Bedeutung gewann. Diese Schale verbindet diese etablierten Elemente zu einer modernen, geschmacksintensiven Variante.
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