Turrón de Doña Pepa
Dieser kleine Turrón de Doña Pepa besteht aus knusprigen, anisduftenden Keksstangen, die mit warmem, gewürztem Honigsirup geschichtet und mit bunten Zuckerstreuseln vollendet werden. Das Ergebnis ist duftend, klebrig, buttrig und reich süß, mit dem unverwechselbaren Festtagscharakter der klassischen peruanischen Süßigkeit.
Ingredients
Für die Anis-Teigstangen
- 180 gWeizenmehl
- 1 gfeines Meersalz
- 4 gAnissamen
- 20 gungesalzene Butter
- 35 gSchweineschmalz
- 1 Eigelb (18 g)Eigelb
- 35 mlWasser
Für den Chancaca-Sirup
- 90 gbrauner Zucker
- 70 gflüssiger Honig
- 120 mlWasser
- 2 breite Streifen (ca. 4 g)Orangenschale
- 1 kleine Stange (3 g)Zimtstange
- 2Gewürznelken
Zum Fertigstellen
- 20 gbunte Zuckerstreusel
Instructions
- 1
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze / 170 °C Umluft vorheizen. Ein Backblech oder eine kleine rechteckige Form mit Backpapier auslegen. In einer kleinen trockenen Pfanne die Anissamen bei niedriger Hitze 30 bis 45 Sekunden rösten, bis sie duften, dann mit der Rückseite eines Löffels oder im Mörser leicht zerstoßen. Das Rösten aktiviert die ätherischen Öle und gibt dem Teig sein typisches Aroma, ohne ihn bitter zu machen.
- 2
In einer Schüssel Weizenmehl, feines Meersalz und die zerstoßenen Anissamen vermengen. Butter und Schmalz mit den Fingerspitzen einarbeiten, bis die Mischung feinen Bröseln ähnelt. Eigelb und Wasser zugeben und nur so lange mischen, bis ein fester, aber geschmeidiger Teig entsteht. Nicht zu lange kneten; zu viel Bearbeitung macht die gebackenen Stangen zäh.
- 3
Den Teig auf das vorbereitete Blech geben und zu sehr dünnen Stangen formen, etwa 8 bis 10 cm lang und 1 cm dick. Die Stangen dicht nebeneinander in parallelen Reihen anordnen, damit sie später geschichtet werden können. Falls der Teig weich wird, kurz für ein paar Minuten kühlen; saubere, gleichmäßige Stangen backen und stapeln sich besser.
- 4
18 bis 22 Minuten backen, bis die Stangen trocken, leicht goldbraun und fest sind. Sie sollten sich eher knusprig als weich in der Mitte anfühlen. 5 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, damit sie sich setzen, bevor man sie anfasst.
- 5
Während der Teig backt, den Sirup zubereiten. In einem kleinen Topf braunen Zucker, flüssigen Honig, Wasser, Orangenschale, Zimtstange und Gewürznelken verrühren. Bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen, dann auf sanftes Köcheln reduzieren und 10 bis 12 Minuten kochen, bis der Sirup leicht eingedickt und glänzend ist. Er sollte den Rücken eines Löffels leicht überziehen; ist er zu dünn, fällt der Turrón zusammen, ist er zu dick, zieht er nicht richtig in die Schichten ein.
- 6
Orangenschale, Zimtstange und Nelken abseihen. Den Sirup warm halten; warmer Sirup lässt sich leichter verteilen und sorgt dafür, dass die gebackenen Stangen zusammenhalten, ohne aufzuweichen.
- 7
Den Turrón auf einem kleinen Servierteller oder in einem kleinen, mit Backpapier ausgelegten Behälter zusammensetzen. Eine erste Schicht gebackener Teigstangen auslegen, etwas warmen Sirup darüberlöffeln, dann eine zweite Schicht quer darauflegen und erneut Sirup darübergeben. Falls genug Stangen vorhanden sind, mit einer dritten Schicht abschließen und ganz vorsichtig andrücken, damit sich die Schichten setzen, aber nicht brechen. So viel Sirup verwenden, dass die Schichten großzügig gebunden werden, die gebackenen Stangen aber noch Struktur behalten.
- 8
Die bunten Zuckerstreusel auf der Oberfläche verteilen, solange der Sirup noch klebrig ist, damit sie gut haften. Den Turrón vor dem Schneiden oder Portionieren 8 Minuten ruhen lassen; diese kurze Ruhezeit hilft dem Sirup, sich zu setzen, und sorgt für saubereres Servieren.
- 9
In 2 Portionen servieren. Der fertige Turrón sollte nach Anis und Gewürzen duften, leicht klebrig sein und in Schichten zart-knusprig schmecken.
Nutrition per serving
Notes
- •Traditioneller Turrón de Doña Pepa wird oft als deutlich größerer Block mit Chancaca (unraffiniertem Rohrzuckersirup) zubereitet und reichlich dekoriert; diese kleinere Version bewahrt das klassische Aromaprofil für 2 Portionen.
- •Wer Panela oder Chancaca bekommt, kann den braunen Zucker grammgenau ersetzen, um eine tiefere, authentischere Melassenote zu erhalten.
- •Bei der Montage zügig arbeiten: Abgekühlter Sirup dickt schnell ein, und heiße gebackene Stangen sind zerbrechlicher als abgekühlte.
- •Dieses Dessert ist absichtlich sehr süß; es passt gut zu ungesüßtem Kaffee, schwarzem Tee oder Anistee.
Background
Turrón de Doña Pepa ist eine der bekanntesten Süßspeisen Perus und besonders mit den Oktoberfeierlichkeiten des Señor de los Milagros in Lima verbunden. Der Überlieferung nach geht es auf eine Frau namens Doña Pepa zurück, die das Dessert nach einer wundersamen Genesung geschaffen oder populär gemacht haben soll. Die geschichteten Aniskekse, der klebrige Sirup und die bunten Streusel sind zu einem Markenzeichen der peruanischen Festtagsbäckerei geworden.
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