Cocido Madrileño
Dieses verkürzte, aber klassisch angelegte Cocido Madrileño liefert eine tief würzige Brühe, buttrige Kichererbsen, zartes Gemüse und eine großzügige Auswahl an Schweinefleisch, Blutwurst und Huhn. In seinen traditionellen drei Gängen serviert, wirkt es festlich, wohlig und unverkennbar madrilenisch.
Nährwerte · pro Portion
Zutaten
21 ZutatenBrühe und Fleisch
Gemüse und Beilage
Suppe und Finish
Tipps
- •Mit gekochten Kichererbsen ist eine 60-Minuten-Version realistisch, ohne den Charakter des Gerichts zu verlieren.
- •Wenn kein Jamón-Knochen erhältlich ist, einen kleinen geräucherten Schweinshaxen verwenden; die Brühe soll kräftig und gepökelt schmecken, nicht stark rauchig.
- •Für eine noch klarere Suppe die Brühe nach dem Garen 2 Minuten stehen lassen, damit sich die Partikel absetzen, bevor sie abgeseiht wird.
- •Ein wenig Sherryessig auf dem Kohl ist nicht in jedem Haus traditionell, kann die Reichhaltigkeit aber auf Wunsch beleben.
Zubereitung
- 1
Die gekochten Kichererbsen gut abspülen. Schweinebauch, Hähnchenschenkel, Chorizo, Morcilla, Schinkenknochen, Wasser, Zwiebel, zerdrückten Knoblauch, Lorbeerblatt, Salz und Pfefferkörner in einen Schnellkochtopf geben. Gerade zum Kochen bringen und eventuell entstehenden Schaum abschöpfen, damit die Brühe klarer wird. Den Deckel verriegeln und 25 Minuten unter Druck garen.
240 g gekochte Kichererbsen, abgetropft180 g Schweinebauch, in einem großen Stück220 g Hähnchenschenkel mit Knochen120 g Chorizo100 g Morcilla150 g Jamón-serrano-Knochen oder Schweinshaxe1,6 L Wasser120 g Zwiebel, halbiert2 Knoblauchzehen, zerdrückt1 Lorbeerblatt4 g feines Salz4 Pfefferkörner - 2
Den Druck schnell, aber vorsichtig ablassen. Den Topf öffnen und die Kichererbsen, Karotten und Kartoffeln zugeben. Wieder unter Druck setzen und weitere 8 Minuten garen. Dieses gestaffelte Garen hält Hülsenfrüchte und Gemüse intakt, statt sie zu zerkochen.
240 g gekochte Kichererbsen, abgetropft160 g Karotten, geschält und in dicke Stifte geschnitten300 g festkochende Kartoffeln, geschält und halbiert - 3
Während der Topf gart, in einem separaten Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Den Weißkohl zugeben und 6 bis 8 Minuten garen, bis er gerade zart ist. Gut abtropfen lassen.
220 g Weißkohl, in Spalten geschnitten2 g feines Salz - 4
Das Olivenöl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Den geschnittenen Knoblauch zugeben und etwa 30 Sekunden hellgolden garen. Vom Herd nehmen, das Paprikapulver einrühren und dann mit dem abgetropften Kohl vermengen. Warm halten. Das Paprikapulver nicht lange direkt in der Hitze braten, sonst wird es bitter.
15 ml Olivenöl1 Knoblauchzehe, dünn geschnitten2 g edelsüßes Paprikapulver220 g Weißkohl, in Spalten geschnitten - 5
Den Schnellkochtopf öffnen. Fleisch und Gemüse vorsichtig herausheben. 700 ml der Brühe für die Suppe in einen Topf abseihen. Die restliche Brühe abschmecken und nur bei Bedarf nachsalzen; Schinken und Würste bringen bereits genug Salz mit.
- 6
Die zurückbehaltene Brühe aufkochen, die Fadennudeln zugeben und 4 bis 5 Minuten sanft köcheln lassen, bis sie gar sind. Die Nudeln sollen weich, aber nicht aufgequollen sein.
40 g feine Fadennudeln - 7
Chorizo und Morcilla in dicke Scheiben schneiden. Den Schweinebauch in Portionen schneiden und das Hähnchen vom Knochen lösen. Kichererbsen, Karotten, Kartoffeln, Kohl und Fleisch auf einer warmen Platte anrichten. Mit Petersilie bestreuen.
240 g gekochte Kichererbsen, abgetropft120 g Chorizo100 g Morcilla180 g Schweinebauch, in einem großen Stück220 g Hähnchenschenkel mit Knochen160 g Karotten, geschält und in dicke Stifte geschnitten300 g festkochende Kartoffeln, geschält und halbiert220 g Weißkohl, in Spalten geschnitten5 g frische Petersilie, gehackt - 8
In der traditionellen Reihenfolge servieren: zuerst die Fadennudelsuppe, dann die Kichererbsen und das Gemüse und schließlich das Fleisch. Am Tisch etwas heiße Brühe darüberlöffeln, damit alles saftig bleibt.
40 g feine Fadennudeln
Ursprung & Geschichte
Cocido Madrileño ist Madrids emblematisches gekochtes Sonntagsessen und geht auf frühere Kichererbseneintöpfe zurück, die sich über Jahrhunderte in Zentralspanien entwickelten. Klassisch wird es in Vuelcos, also nacheinander servierten Gängen, gereicht: zuerst die Suppe, dann Kichererbsen und Gemüse und schließlich die verschiedenen Fleischsorten. Das Gericht spiegelt die Vorliebe der Stadt für kräftige, gemeinschaftliche, langsam geschmorte Küche wider.
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