Ghalieh Mahi
Ghalieh Mahi ist ein tief aromatischer Fischeintopf mit einer leuchtend grünen Kräuterbasis und einer markanten Tamarindenote. Die Sauce ist herzhaft, säuerlich und auf die beste Art leicht bitter und umhüllt zarte Fischstücke, die sich perfekt mit lockerem Basmatireis servieren lassen.
Ingredients
Fisch und Tamarinde
- 320 gfeste weiße Fischfilets ohne Haut, in große Stücke geschnitten
- 40 gTamarindenpaste
- 120 mlheißes Wasser
- 4 gfeines Salz
- 1 gschwarzer Pfeffer
- 2 ggemahlener Kurkuma
Kräuterbasis
- 120 gfrischer Koriander, fein gehackt
- 25 gfrische Bockshornkleeblätter, fein gehackt
- 150 gZwiebel, fein gewürfelt
- 15 gKnoblauchzehen, gehackt
- 3 ggemahlener Kurkuma
- 30 mlneutrales Öl
Eintopf
- 180 mlWasser
- 3 gfeines Salz
- 1 gschwarzer Pfeffer
Zum Servieren
- 300 ggedämpfter Basmatireis
- 2 wedgesZitronenspalten
Instructions
- 1
Die Tamarindenpaste in eine kleine Schüssel geben, mit dem heißen Wasser verrühren und gut zerdrücken, bis sich möglichst viel gelöst hat. Währenddessen stehen lassen, dann durch ein feines Sieb streichen und dabei die dicke, säuerliche Flüssigkeit ausdrücken; Fasern oder Kerne, falls vorhanden, entsorgen.
- 2
Den Fisch trocken tupfen und in 4 bis 5 cm große Stücke schneiden. Vorsichtig mit feinem Salz, schwarzem Pfeffer und Kurkuma würzen. Beiseitestellen, während Sie die Kräuterbasis ansetzen; diese kurze Würzzeit sorgt für Geschmack, ohne dass der Fisch lange marinieren muss.
- 3
Eine breite Sautierpfanne oder einen flachen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen und das neutrale Öl hineingeben. Die Zwiebel zugeben und 5 bis 6 Minuten garen, bis sie weich und leicht goldgelb ist. Knoblauch und Kurkuma einrühren und weitere 30 Sekunden mitgaren, nur bis es duftet; der Knoblauch darf nicht bräunen, sonst wird er bitter.
- 4
Den gehackten Koriander und die Bockshornkleeblätter zugeben. Bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten unter häufigem Rühren garen, bis die Kräuter dunkler werden, an Volumen verlieren und intensiv aromatisch riechen. Dieser Schritt ist entscheidend für den authentischen Geschmack: Die Kräuter sollen genug anbraten, um ihren rohen Geschmack zu verlieren, aber nicht verbrennen.
- 5
Die abgesiebte Tamarindenflüssigkeit und das Wasser zugießen, dann feines Salz und schwarzen Pfeffer hinzufügen. Sanft köcheln lassen und 5 Minuten garen, damit sich Zwiebel und Kräuter zu einer leicht dicklichen, säuerlich-herzhaften Brühe verbinden. Nur leicht nachwürzen; der Eintopf sollte vor dem Fisch deutlich säuerlich schmecken.
- 6
Die Hitze reduzieren, sodass die Flüssigkeit nur noch ganz leicht köchelt. Die Fischstücke in einer Lage in den Eintopf legen und etwas Sauce darüberlöffeln. Teilweise abdecken und 6 bis 8 Minuten garen, je nach Dicke, bis der Fisch gerade eben nicht mehr glasig ist und sich leicht zerteilen lässt. Nicht kräftig rühren; die Pfanne lieber vorsichtig schwenken, damit der Fisch zusammenhält.
- 7
Die Hitze ausschalten und den Eintopf 3 Minuten ruhen lassen. Diese kurze Pause sorgt dafür, dass der Fisch sanft fertig gart und die Kräuter-Tamarinden-Sauce sich darum legt.
- 8
Ghalieh Mahi heiß mit gedämpftem Basmatireis und Zitronenspalten servieren. Großzügig Kräutersauce über Fisch und Reis geben.
Nutrition per serving
Notes
- •Seebarsch, Kabeljau, Schellfisch, Heilbutt oder Zackenbarsch eignen sich gut; wählen Sie einen festen Fisch, der nicht leicht zerfällt.
- •Falls frische Bockshornkleeblätter nicht erhältlich sind, 1 Esslöffel getrocknete Bockshornkleeblätter, zerstoßen, verwenden und zusammen mit dem Koriander zugeben; das Aroma wird etwas intensiver, daher sparsam dosieren.
- •Der Eintopf ist traditionell recht säuerlich. Wenn Ihre Tamarindenpaste unterschiedlich stark ist, zunächst drei Viertel der abgesiebten Flüssigkeit verwenden, die Sauce abschmecken und den Rest bei Bedarf zugeben.
- •Für einen volleren südiranischen Stil mit einfachem Reis und einer Beilage aus rohen Zwiebeln, Kräutern und Radieschen servieren.
Background
Ghalieh Mahi ist ein klassischer Fischeintopf aus Südiran, besonders aus Khuzestan und der Küste des Persischen Golfs, wo Meeresfrüchte und kräftige säuerliche Aromen zentral für die Küche sind. Die charakteristische Kombination aus Koriander, Bockshornklee, Knoblauch und Tamarinde spiegelt regionale Handelsverbindungen und die Vorliebe des warmen Klimas für kräuterbetonte, säuerliche Gerichte wider.
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