Potjiekos
Dieser Potjiekos ist reichhaltig, tief würzig und aromatisch, mit angebratenem Lamm unter klaren Schichten aus zarten Karotten, Kartoffeln und Tomaten. Die mit Wein angereicherte Brühe ist konzentriert und glänzend, während die traditionelle Methode ohne Umrühren das Gemüse intakt hält und die Aromen schön geschichtet bleiben.
Ingredients
Lamm und Würzung
- 500 gLammhals, in 4 cm große Stücke geschnitten
- 6 gfeines Meersalz
- 2 gfrisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 2 ggemahlener Koriander
Topfbasis
- 20 gRindertalg oder Lammfett
- 180 gZwiebel, in 1 cm dicke Halbringe geschnitten
- 10 gKnoblauchzehen, in Scheiben geschnitten
- 20 gTomatenmark
- 150 mltrockener Rotwein
- 250 mlRinderfond
- 2Lorbeerblätter
- 4frische Thymianzweige
Geschichtetes Gemüse
- 180 gKarotten, geschält und in dicke schräge Stücke geschnitten
- 300 gKartoffeln, geschält und in 4 cm große Stücke geschnitten
- 180 greife Tomaten, in Spalten geschnitten
Zum Fertigstellen
- 10 gfrische Petersilie, gehackt
Instructions
- 1
Alle Zutaten vorbereiten, bevor der Topf erhitzt wird: das Lamm in große Stücke schneiden, Zwiebel und Knoblauch schneiden, Karotten und Kartoffeln schälen und schneiden und die Tomaten in Spalten teilen. Das Lamm trocken tupfen, damit es brät statt zu dämpfen.
- 2
Einen kleinen gusseisernen Potjie oder einen schweren Dutch Oven bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Den Rindertalg zugeben, dann das Lamm mit Salz, schwarzem Pfeffer und gemahlenem Koriander würzen. Das Lamm in 2 Portionen rundum kräftig anbraten, jeweils etwa 3-4 Minuten pro Seite, und die erste Portion herausnehmen, bevor die zweite angebraten wird. Gutes Anbraten sorgt für Tiefe im Eintopf; den Topf nicht überfüllen.
- 3
Die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren. Die Zwiebel zugeben und 5 Minuten garen, bis sie weich und leicht goldgelb ist, dabei die Bratrückstände vom Boden lösen. Knoblauch und Tomatenmark hinzufügen und 1 Minute unter Rühren mitgaren, bis das Tomatenmark etwas dunkler wird und angenehm süß statt roh riecht.
- 4
Den Rotwein angießen und 2-3 Minuten köcheln lassen, dabei den Boden freikratzen, bis die Flüssigkeit etwa um die Hälfte reduziert ist. Rinderfond, Lorbeerblätter und Thymian zugeben, dann das gesamte Lamm samt austretendem Saft wieder in den Topf geben.
- 5
Das Gemüse ohne Umrühren in Schichten einschichten: zuerst die Karotten, dann die Kartoffeln und obenauf die Tomaten. Diese traditionelle Schichtung sorgt dafür, dass jede Zutat in ihrem eigenen Saft gart und der Potjiekos nicht zu einem vollständig vermischten Eintopf wird.
- 6
Zugedeckt bei niedriger Hitze 35 Minuten garen. Bei offenem Feuer den Topf gelegentlich drehen, damit die Hitze gleichmäßig verteilt wird, oder auf dem Herd die Temperatur sehr niedrig halten. Nicht umrühren; stattdessen den Topf ein- bis zweimal vorsichtig rütteln, damit sich die Flüssigkeit unten verteilt, ohne die Gemüseschichten zu zerstören.
- 7
Den Gargrad prüfen: Das Lamm sollte beim Einstechen zart sein, die Kartoffeln gar, aber noch formstabil, und die Flüssigkeit leicht sämig. Falls nötig, 3-5 Minuten ohne Deckel weiterkochen, damit alles etwas einkocht. Lorbeerblätter und Thymianstiele entfernen.
- 8
Den Potjiekos vom Herd nehmen und 5 Minuten ruhen lassen, damit sich die Säfte setzen. Mit gehackter Petersilie bestreuen und direkt aus dem Topf servieren, dabei portionsweise durch die Schichten schöpfen, sodass jede Portion Lamm, Gemüse und Sauce enthält.
Nutrition per serving
Notes
- •Für die typische Potjie-Textur die Hitze nach dem Schichten nur sanft halten; starkes Kochen lässt das Gemüse zerfallen und macht das Lamm zäh.
- •Lamm aus der Schulter ist hier die beste Wahl, weil es innerhalb der 60 Minuten zart wird und dennoch viel Geschmack liefert.
- •Wenn das Lamm von einem älteren Tier stammt und fest wirkt, kann dieses Gericht realistisch 15-20 Minuten länger brauchen, bis es ganz zart ist.
- •Für ein strenges Paleo-Menü einfach so servieren; das Gericht ist auch ohne Brot oder Getreide sehr sättigend.
Background
Potjiekos, wörtlich „Essen aus dem kleinen Topf“, entwickelte sich im südlichen Afrika als gemeinschaftliches Gericht im Freien, das langsam in einem gusseisernen Dreibeintopf über Glut gegart wird. Es spiegelt eine Mischung aus niederländischer Siedlertechnik und südafrikanischen Kochtraditionen wider, bei der Fleisch, Gemüse und aromatische Gewürze geschichtet und schonend zusammen gegart werden.
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