Medovik
Medovik ist eine feine, geschichtete Honigtorte mit karamelligen Noten, zarten keksartigen Böden und einer kühlen Säure von Sauerrahm-Frosting. Selbst in kleiner Form bietet sie den klassischen Kontrast aus leichter Süße, reichhaltiger Milchigkeit und einer zartschmelzenden Textur, die mit der Ruhezeit noch besser wird.
Ingredients
Honigkuchenschichten
- 120 gWeizenmehl
- 70 gHonig
- 1 großesEi
- 45 gungesalzene Butter
- 55 gZucker
- 4 gNatron
- 1 Prisefeines Salz
Sauerrahm-Frosting
- 250 gSauerrahm mit vollem Fettgehalt
- 35 gPuderzucker
- 5 mlVanilleextrakt
Zum Fertigstellen
- 10 gzusätzliches Mehl zum Bestäuben
Instructions
- 1
Den Ofen auf 180 °C Umluft vorheizen (oder 190 °C Ober-/Unterhitze). 2 Backbleche oder große flache Bleche mit Backpapier auslegen. In einer hitzebeständigen Schüssel über kaum siedendem Wasser Honig, ungesalzene Butter, Zucker und feines Salz verrühren. Rühren, bis alles geschmolzen und glatt ist, dann das Natron einrühren; die Masse schäumt auf und dunkelt leicht nach, was die klassische Honig-Karamell-Basis von Medovik ergibt. Vom Herd nehmen und 2 Minuten abkühlen lassen, damit das Ei nicht stockt.
- 2
Das Ei unterrühren, bis alles vollständig verbunden und glänzend ist. Das Weizenmehl zugeben und mit einem Teigspatel zu einem weichen, leicht klebrigen Teig verrühren. Er sollte zusammenhalten, aber noch zart bleiben; hier kein zusätzliches Mehl zugeben, sonst werden die Schichten zu fest.
- 3
Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und dabei etwas von dem zusätzlichen Mehl zum Bestäuben verwenden. In 6 gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zwischen Backpapier sehr dünn zu einem Kreis von etwa 16 cm Durchmesser ausrollen. Wenn der Teig zu weich wird, die Kreise 3 bis 5 Minuten kühlen oder einfrieren, damit sie gleichmäßig backen.
- 4
Die Kreise portionsweise 4 bis 5 Minuten backen, bis sie tief goldbraun und honigfarben sind. Solange sie noch heiß sind, mit einem Teller oder Ring von 15 cm Durchmesser als Schablone zuschneiden; alle Abschnitte aufbewahren. Die Böden auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Die Reste bei Bedarf noch 1 bis 2 Minuten backen, bis sie knusprig sind, dann abkühlen lassen.
- 5
Die abgekühlten Reste mit den Händen oder in einem kleinen Mixer zu feinen Bröseln zerkrümeln. Für das Frosting Sauerrahm mit vollem Fettgehalt, Puderzucker und Vanilleextrakt nur so lange verrühren, bis die Creme glatt und leicht angedickt ist. Nicht zu stark aufschlagen; Sauerrahm kann bei zu langem Rühren dünn werden.
- 6
Die Torte zusammensetzen: 1 Boden auf einen Teller legen und mit einer dünnen, gleichmäßigen Schicht Frosting bestreichen, etwa 2 gehäufte Esslöffel. Mit den übrigen Böden ebenso verfahren und sauber aufeinanderstapeln. Die Oberseite und die Seiten mit dem restlichen Frosting einstreichen und beim Stapeln leicht andrücken, damit sich die Schichten setzen, ohne zu reißen.
- 7
Die gesamte Torte mit den zurückbehaltenen Bröseln bedecken und diese leicht an den Seiten und oben andrücken, damit die traditionelle Oberfläche entsteht. Die Torte 20 Minuten bei kühler Zimmertemperatur oder im Kühlschrank ruhen lassen, damit die Schichten etwas weicher werden und das Frosting leicht fest wird. Mit einem Sägemesser vorsichtig schneiden und servieren.
Nutrition per serving
Notes
- •Für besonders saubere Schichten direkt auf Backpapier ausrollen und die ungebackenen Böden während der Arbeit flach stapeln.
- •Traditioneller Medovik wird mit der Zeit noch besser; wer Zeit hat, sollte ihn 6 bis 12 Stunden kühlen, damit die Textur besonders weich und harmonisch wird.
- •Sauerrahm mit vollem Fettgehalt und fester Konsistenz verwenden; zu flüssiger Sauerrahm kann die Füllung verlaufen lassen.
- •Ein Esslöffel des Sauerrahms kann durch Zitronensaft ersetzt werden, wenn das Frosting etwas frischer sein soll, die klassische Version ist jedoch milder.
Background
Medovik ist eine beliebte russische Honigtorte aus vielen dünnen, honigduftenden Schichten und einer leicht säuerlichen Cremefüllung. Der Ursprung wird oft dem kaiserlichen russischen Hof im 19. Jahrhundert zugeschrieben, und später wurde sie in Russland und anderen postsowjetischen Ländern zu einer festen Festtagstorte. Ihr Markenzeichen ist, dass die knusprigen Schichten mit der Zeit weich werden und zu einer zarten, harmonischen Torte verschmelzen.
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